Läuse – ungebetene Gäste auf Kinderköpfen

Läuse

Läuse sind lästig. Hat man sie, juckt es und im schlimmsten Fall kommt es durch Kratzen zu Entzündungen. Kopfläuse übertragen aber keine gefährlichen Krankheiten.

Merkblatt „In der Klasse Ihres Kindes hat es Kopfläuse?“ Das Wichtigste in Kürze

  • Jede/jeder kann Kopfläuse bekommen – gemeinsam werden wir sie wieder los.
  • Rasches Handeln unterbricht den Ansteckungskreis in der Schule.
  • Diagnose des Läusebefalls und Behandlung sind Sache der Eltern.
  • Kontrollieren Sie ihr Kind und die übrigen Familienmitglieder bitte noch heute (s. unten).
  • Falls Sie Kopfläuse finden, behandeln Sie sogleich nach Anleitung auf der Rückseite.
  • Kinder mit lebenden Kopfläusen gehen erst wieder in die Schule, nachdem die erste Behandlung mit einem Läusemittel erfolgt ist.

Aussehen und Lebensdauer der Kopfläuse

  • Eier („Nissen“, wenn sie leer sind) kleben fest an den Haaren. Sie sehen ähnlich aus wie Schuppen, können jedoch nicht weggewischt werden.
  • Kopfläuse haben eine ähnliche Farbe wie das Haar und fliehen vor Licht. Mit einer Blick-Kontrolle im trockenen Haar kann ein Lausbefall übersehen werden (Kontrolle im nassen Haar siehe unten).

Das richtige Vorgehen um Kopfläuse, Eier und Nissen zu finden

  1. Haare nass machen.
  2. Pflegespülung (auch Conditioner genannt) grosszügig auf dem nassen Haar verteilen.
  3. Zum Entwirren Haare gut durchkämmen (Bürste/Kamm).
  4. Haare vom Haaransatz bis zu den -spitzen mit Läusekamm Strähne für Strähne durchkämmen.
    Abb. Durchkämmen des nassen Haares mit Läusekamm vom Haaransatz bis zu den Haarspitzen
  5. Nach jedem Durchkämmen den Läusekamm an einem weissen Papier (z.B. Haushaltpapier) ab-streifen, um Kopfläuse und Eier zu sehen.
  6. Haare gründlich ausspülen.

Kämm- und Behandlungsschema je nach Befund

Faustregel: 7-mal kämmen in 4 Wochen! Behandlung mit Läusemittel nur wenn lebende Kopfläuse gefunden wer-den.

Besonders wirksame Läusemittel sind Hedrin, K.Laus und Paranix. Die Mittel und Läusekämme sind erhältlich in Apotheken und Drogerien. In Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kleinkindern: Beipackzettel beachten.

Weitere Infos auf www.gef.be.ch ; www.lausinfo.ch.

Kämm- und Behandlungsschema

1.Tag Nachweis: Mit dem Kamm (s. Seite 1)
A: Wenn Kopfläuse vorhanden, mit Läusemittel (z.B. Hedrin, K.Laus und Paranix) behandeln und rauskämmen.
B: Wenn nur Eier/Nissen vorhanden, diese rauskämmen (ohne Läusemittel).
C: Wenn weder Kopfläuse noch Eier/Nissen vorhanden, keine sofortigen Massnahmen nötig (jedoch Kämmkontrolle nach 7 Tagen!).
3.Tag A+B: Restliche Kopfläuse und/oder Eier/Nissen rauskämmen (Kämmkontrolle).
7.Tag A: Zweite Läusemittel-Behandlung und rauskämmen der Kopfläuse und/oder Eier/Nissen
B: Rauskämmen von noch vorhandenen (oder neuen) Eiern/Nissen.
C: Kämmkontrolle
10.Tag A+B: Kämmkontrolle
14.Tag - Falls weiterhin (oder neu) Kopfläuse gefunden werden: Neubeginn der Behandlung beim 1. Tag nach Schema A „mit Läusemittel behandeln und rauskämmen“.
- Wenn weder Kopfläuse noch Eier/Nissen vorhanden sind, ist die Behandlung abgeschlossen.
21.Tag
28. Tag
Wegen einer möglichen Neuübertragung sollten während 2 weiteren Wochen
Kämmkontrollen durchgeführt werden (1x wöchentlich).

Wenden Sie sich bitte an die unten erwähnte Fachperson, falls nach zweiwöchiger Hedrin-Behandlung weiterhin lebende Kopfläuse gefunden werden. Gerne wird diese Fachperson Sie beraten!

Wichtig

  • Informieren Sie bei einem Läusebefall zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung unbedingt rasch das nähere Umfeld: Schule, Kindertagesstätte, Freunde, usw.
  • 1mal pro Woche alle Familienmitglieder mit einem Läusekamm auf Kopfläuse kontrollieren.
  • Kämme, Bürsten, Haarspangen 10 Minuten in heisses (60° C) Seifenwasser legen.
  • Lange Haare zusammenbinden (Unterbindung von direktem Haar-zu-Haar-Kontakt).
  • Weitere Massnahmen sind nicht notwendig, konzentrieren Sie sich auf den Kopf!
  • Die beste Vorbeugung: Kinderköpfe 1mal wöchentlich mit Pflegespülung (auch Conditioner genannt) in den nassen Haaren und dem Läusekamm durchkämmen als Kontrolle zur Früherfassung.